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Valentino Braitenberg Award 2014 geht an Alexander Borst

Am 3. September um 17 Uhr wird im Rahmen der Bernstein Konferenz in Göttingen feierlich der zweite Valentino Braitenberg Award for Computational Neuroscience verliehen - an den deutschen Hirnforscher Alexander Borst vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried. ÄNDERUNG: Die Preisverleihung und der Vortrag des Gewinners mussten verschoben werden. Der neue Termin ist am Dienstag, den 15. September während der Bernstein Konferenz 2015 in Heidelberg.
Alexander Borst
© GSN-LMU

Hauptforschungsbereich des Biologen ist die neuronale Informationsverarbeitung auf der Ebene einzelner Nervenzellen und kleiner neuronaler Schaltkreise. Dies untersucht er am Beispiel der visuellen Kurskontrolle in der Fruchtfliege Drosophila. "Aus mehreren Gründen ist dies ein verstehbares System. Seine Berechnungen sind von mäßiger Komplexität, die Berechnungen finden in Schaltkreisen statt, die nur eine begrenzte Zahl von Neuronen beinhalten (zumeist weniger als 100), und jede dieser Nervenzellen kann mittels genetischer Methoden manipuliert und in ihrer Aktivität beobachtet werden", so Borst.

Um ein ganzheitliches Bild über die Informationsverarbeitung im visuellen System der Fliege zu erhalten, kombiniert Alexander Borst verschiedene methodische Ansätze. Zum einen werden in seiner Arbeitsgruppe sehr präzise anatomische Rekonstruktionen der Nervenzellen angefertigt. Zum anderen werden die Physiologie der zellulären Antworteigenschaften sowie deren Rolle im Verhalten im Detail charakterisiert. Computersimulationen erlauben weiterhin die gewonnenen Erkenntnisse in einem größeren Rahmen zu betrachten und Vorhersagen für zukünftige Experimente zu machen. Inspiriert von den Erkenntnissen über das visuelle System der Fliege und die Art, wie sie Bewegungssignale verarbeitet, wird im Labor von Alexander Borst auch ein elektrischer Schaltkreis entwickelt, welcher die bewegte Umgebung über eine Kamera analysiert und ein Flugobjekt auf einem stabilen Kurs halten kann.

Der Braitenberg Award wird im Rahmen der Bernstein Konferenz am 3. September 2014 in Göttingen vergeben. Im Rahmen der Preisverleihung hält der Preisträger einen Vortrag. Veranstaltungsort der Bernstein Konferenz ist das Zentrale Hörsaalgebäude (ZHG), Platz der Göttinger Sieben 5 in Göttingen. Die Preisverleihung findet um 17 Uhr statt.
ÄNDERUNG: Die Preisverleihung und der Vortrag des Gewinners mussten verschoben werden. Der neue Termin ist am Dienstag, den 15. September während der Bernstein Konferenz 2015 in Heidelberg.

Webseite von Alexander Borst am Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried.

Valentino Braitenberg Award for Computational Neuroscience

Namensgeber des Preises ist der Hirnforscher Prof. Dr. Valentino Braitenberg (1926, Bozen - 2011, Tübingen). Valentino Braitenberg war ein Pionier des modernen Forschungsfelds Computational Neuroscience. Er hat massgeblich zur Entwicklung der biologischen Kybernetik beigetragen und auch die Gebiete Robotik sowie künstliche Intelligenz inspiriert.

Weitere Informationen zum Valentino Braitenberg Award for Computational Neuroscience finden Sie hier.