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Brains for Brains Nachwuchspreis 2017 für Elise Rowe aus Australien

Am 15. September wurde zum achten Mal der „Brains for Brains“ Nachwuchspreis in Computational Neuroscience im Rahmen der Bernstein Konferenz in Göttingen verliehen. Preisträgerin ist Elise Rowe aus Melbourne, Australien.
Brains for Brains Nachwuchspreis 2017 für Elise Rowe aus Australien

Elise Rowe auf dem Bernstein Sofa

Mit dem Brains for Brains Nachwuchspreis zeichnet die Bernstein Association for Computational Neuroscience e.V. junge Forscher aus, die eine Forscherkarriere in der Computational Neuroscience anstreben und sich schon früh durch überdurchschnittliche Leistungen in Form von wissenschaftlichen Publikationen hervorgetan haben. Die BewerberInnen müssen mindestens eine begutachtete Publikation (als Ko-AutorIn) oder einen begutachteten Konferenz-Beitrag (als ErstautorIn) vorlegen können, die/der aus Forschungsarbeiten vor der Doktorarbeit hervorgegangen ist und 2016 oder 2017 veröffentlicht oder akzeptiert wurde.

„This is an excellent opportunity, I feel so honored“, freute sich die diesjährige Preisträgerin Elise Rowe von der Monash University in Melbourne, Australien. Die sympathische junge Frau genoss die Atmosphäre der internationalen Konferenz und wirkte dabei entspannt und gelassen, ganz so als wäre sie hier zuhause. In gewisser Weise stimmt das auch, denn ihr wissenschaftliches Zuhause ist die Computational Neuroscience. Deshalb waren die Themen, um die sich die Diskussionen an Postern, auf der Bühne des großen Hörsaals oder auf dem Bernstein Sofa drehten, sehr vertraut. Wie Rowe bei einem kurzen Interview am Rande der Bernstein Konferenz verriet, liegen ihre Interessen vor allem im Bereich der Psychologie und der Philosopie. Die Computational Neuroscience bietet ihr einen empirisch neurologischen Zugang zu psychischen Erkrankungen. Elise Rowes Arbeiten mit komplexer Datenanalyse, beispielsweise die Auswertung von EEG Signalen bei schizophrenen Patienten, waren schon in einem frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Karriere von höchster Qualität und Relevanz. Computational Neuroscience beschreibt Rowe schlicht als ein „good tool to investigate what the brain does.“

Der Brains for Brains Award ist mit € 2000 dotiert und ermöglichte der jungen Wissenschaftlerin neben dem Besuch der Bernstein Konferenz auch einen Forschungsaufenthalt bei Bernstein Wissenschaftlern. Elise Rowe wird sich beispielsweise mit ForscherInnen aus der Gruppe von Prof. Dr. Florentin Wörgötter am BCCN Göttingen austauschen können. Zusätzlich erhielt Elise Rowe bei der Preisverleihung die erste Ausgabe der neuen Bernstein Series in Computational Neuroscience des Springer Verlags, die sich mit komplexer Datenanalyse befasst. Wir hoffen noch viel von Elise Rowe zu lesen und zu hören und freuen uns darauf sie bei der nächsten Bernstein Konferenz als Kollegin begrüßen zu können.

Jury

  • Virginia Flanagin (München)
  • Jan Grewe (Tübingen)
  • Martin Rolfs (Berlin)
  • Kerstin Schwarzwälder (Jülich/Freiburg)
  • Tatjana Tchumatchenko (Frankfurt am Main)

Relevante Publikation

Garrido, M.I., Rowe, E.G., Halasz, V., & Mattingley, J.B. (2017). Bayesian mapping reveals that attention boosts neural responses to predicted and unpredicted stimuli. Cerebral Cortex. (Accepted 15/03/2017):  http://biorxiv.org/content/early/2016/10/31/084517