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Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für Mantas Gabrielaitis für seine Arbeit über Biologische Datenströme

Mantas Gabrielaitis erhält die Otto Hahn Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für seine Dissertation am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und dem Bernstein Zentrum Göttingen.

Die Medaille wurde ihm auf der 68. Jahrestagung der Max-Planck-Gesellschaft in Weimar für seine "bahnbrechende Analyse der Informationscodierung durch einzelne Ionenkanäle im Innenohr und ihre außerordentlichen Energieeffizienz" verliehen. Gabrielaitis absolvierte seine Dissertation in der Forschungsgruppe Theoretische Neurophysik bei Professor Fred Wolf.

Hocheffiziente Datenübertragung durch einzelne Ionenkanäle im Innenohr

Informationen über die Welt der Klänge gelangen durch Hörnervenfasern in unser Gehirn. Indem sie kleinste Pakete von Neurotransmittern an jeweils einer einzigen Synapse freisetzen, aktivieren die sensorischen Haarzellen  die Hörfasernerven im Innenohr. Dieser Vorgang wird durch eine biomolekulare Maschinerie bewerkstelligt, die aufgrund ihrer geringen Größe sehr empfindlich auf die kleinsten Veränderungen in der Umgebung reagiert und damit störungsanfällig ist. Tatsächlich haben in den vergangenen zehn Jahren viele Untersuchungen nahegelegt, dass einzelne präsynaptische Calciumionenkanäle, d.h. einzelne Proteinmoleküle, die Informationsübertragung kontrollieren. Diese Erkenntnisse scheinen mit der wohlbekannten Tatsache zu kollidieren, dass unter allen menschlichen Sinnen das Gehör in seiner ultrahohen zeitlichen Präzision einzigartig ist. Wie ist so feines und genaues Hören mit einer fehleranfälligen Maschinerie möglich?

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