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Gleich und Gleich gesellt sich gerne?

Frankfurter Forscher finden eine einfache Erklärung für die typischen Muster von Nervenzellen innerhalb neuronaler Karten. 

2017_NeuronenanzahlDas menschliche Gehirn besteht aus einem hochkomplexen Netzwerk von etwa 85 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die ständig Informationen untereinander austauschen. Damit das komplexe Netzwerk effizient arbeiten kann, ist es wichtig, dass die Wege zwischen Neuronen, die ähnliche Eigenschaften haben oder vergleichbare Signale kodieren, möglichst kurz bleiben. Im Sehsystem des Menschen und bei vielen Säugetierarten gruppieren Nervenzellen, die auf ähnlich orientierte Streifenmuster bevorzugt reagieren, sich tatsächlich zusammen. Interessanterweise kann man solch eine stark geordnete Struktur bei Nagern nicht wiederfinden. Mit zwei Computermodellen haben nun Wissenschaftler des Frankfurt Institute for Advanced Studies, des Max-Planck-Institutes für Hirnforschung und des Ernst-Strüngmann-Instituts untersucht, warum die Struktur bei den Tierarten so unterschiedlich ist. Erstaunlicherweise fanden die Wissenschaftler, dass die die Struktur neuronaler Karten nicht nur durch das Verschaltungsmuster, sondern auch durch die Gesamtanzahl der Nervenzellen bestimmt wird. Sie haben Ihre Erkenntnisse kürzlich in der Zeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlicht. 

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