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Wie das Gehirn die Welt sortiert

Bochumer Forscher untersuchen, was im Gehirn passiert, wenn wir die Welt um uns herum ordnen. Sie fanden heraus, welche Gehirnareale uns beim Schubladendenken helfen (Juli 2016).

Die Welt um uns herum ist komplex und verändert sich ständig. Um sie zu ordnen, bilden wir Kategorien oder Schubladen, in die wir Neues einsortieren. Dafür wenden wir verschiedene Strategien an. Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Prof. Dr. Boris Suchan, Abteilung für Neuropsychologie, und Prof. Dr. Onur Güntürkün, Abteilung für Biopsychologie und dem Bernstein Fokus Neuronale Grundlagen des Lernens, wollten wissen, welche Bereiche im Gehirn diese Strategien steuern.

Die Ergebnisse der Untersuchungen mit Hilfe der Magnetresonanztomographie deuten darauf hin, dass es tatsächlich Gehirnareale gibt, die besonders aktiv sind, wenn eine bestimmte Kategorisierungsstrategie angewendet wird. Wenn wir Objekte anhand eines Prototyps einordnen, ist der linke Gyrus Fusiformis aktiv, ein Bereich des Gehirns, der für das Erkennen abstrakter Objekte zuständig ist. Beim Abgleichen mit konkreten Beispielen einer Kategorie wird der rechte Hippocampus aktiviert, ein Areal, das eine wichtige Rolle spielt, wenn Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden. Die neuen Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Behavioural Brain Research veröffentlicht.

Lesen Sie mehr in der vollständigen Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum.