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Magdeburg - Hirakata

Deutsch - Japanische Kooperation in Computational Neuroscience

Erprobung computergestützter Modelle des Lernens aus sozialem, realem und fiktivem Feedback in humanen und nicht-humanen Primaten
(gefördert von DFG und JST)

Dieses Projekt zielt darauf ab neuronale Mechanismen des Lernens aus realem, fiktivem und sozialem Feedback mit Hilfe von kombinierten Verhaltens-, Neuroimaging-, elektrophysiologischen und computergestützten Modellierungs-Ansätzen zu verstehen.

Das Konsortium wird computationale Modelle des Lernens und der Entscheidungsfindung entwickeln und diese in zwei biologischen Systemen - Menschen und Makaken - testen. Die Modelle sollen die Nutzung verschiedener Informationsquellen für Handlungsausgänge erklären, die zukünftiges Verhalten steuert: Feedback aus realen Handlungsausgängen, fiktives Feedback aus Handlungsausgängen, die man erhalten hätte, wäre eine andere Handlung gewählt worden, und Beobachtungs-Feedback, bei dem Handlungsausgänge anderer Akteure in sozialen Situationen gesehen werden.

Die Projektpartner erwarten, dass die gleichen mathematischen Prinzipien für alle Informationsquellen gelten, dass sich aber die Lernparameter quantitativ zwischen der Art des Feedbacks und den Spezies unterscheiden. Durch die Adaption des Modells an das Verhalten und modell-basierte Analysen neuronaler Daten werden Hirnkorrelate der computationalen Variablen identifiziert. Die Partner gehen davon aus, dass sie anatomische und funktionelle Dissoziationen bei der Untersuchung der verschiedenen Feedback Informationsquellen finden werden sowie spätere Konvergenz auf einen einzigen Mechanismus der Änderungen in zukünftigem Verhalten implementiert.

Die Verwendung komplementärer Methoden in zwei Primatenspezies erlaubt eine bessere Verallgemeinerbarkeit der Modelle, ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen und eine sich gegenseitig informierende Auswahl von für Ableitungen/Aufnahmen geeigneten Stellen sowie Analysemethoden.

 


An dieser Kooperation sind folgende Wissenschaftler beteiligt:

  • Prof. Markus Ullsperger, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Prof. Masaki Isoda, Kansai Medical University, Hirakata, Japan

 

Deutscher Koordinator:

Prof. Markus Ullsperger

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Psychologie II
Abteilung für Neuropsychologie
Universitätsplatz 2, Gebäude 24
39106 Magdeburg

Tel.: +49 (0)391 67 18628
E-mail: Markus.Ullsperger@ovgu.de

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