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Jan Gläscher

Bernstein Preis für Computational Neuroscience, 2009

"Modulation von Wert-Repräsentationen bei der menschlichen Entscheidungsfindung: ein neurocomputationaler Ansatz"

Unser tägliches Leben ist von vielen einzelnen Entscheidungen bestimmt: Wann stehen wir morgens auf? Was bestellen wir zum Mittagessen? Sollen wir abends lieber ins Kino gehen oder uns mit unseren Freunden treffen? All diesen Entscheidungen liegt ein Bewertungsprozess zu Grunde, bei dem für jede Option ein Erwartungswert vom Gehirn berechnet wird. Diese werden dann miteinander verglichen und die Entscheidung fällt in der Regel auf die Option mit dem höchsten Wert. Die bisherige Forschung hat die relevanten Hirnstrukturen für diesen grundlegenden Bewertungsprozess und die Berechnungen, die dort stattfinden, bereits recht gut beschrieben. Doch welche internen und externen Faktoren können diesen Bewertungsprozess beeinflussen?

Dies ist das Ziel dieser Bernstein-Forschergruppe. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) wollen wir die Gehirnareale identifizieren, die den Bewertungsprozess bei einer Entscheidung beeinflussen. Innovative theoretische Lernmodelle werden uns ferner dabei helfen, die Art der Beeinflussung genau zu charakterisieren. Wir werden dabei soziale (Entscheidungen in Gruppensituationen) als auch genetische und pharmakologische Einflussfaktoren, die die Verfügbarkeit von verschiedenen Neurotransmittern modulieren, untersuchen. Unsere Ergebnisse werden nicht nur zu einem tieferen Verständnis des menschlichen Entscheidungsprozesses beitragen, sondern es können sich auch daraus konkrete Implikationen für die Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen (z.B. Suchterkrankungen) ergeben.

Pressemeldung zum Preisträger (idw)

Pressemeldung zur Preisverleihung (BMBF)

Portrait von Jan Gläscher