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Jan Benda

Bernstein Preis für Computational Neuroscience, 2007



"Die Rolle des Rauschen in der sensorischen Signalverarbeitung"

Jede Information über die Außenwelt, die ein Tier erhält, wird von den Sinnesorganen in neuronale Signale umgesetzt - Nervenzellen "feuern" kurze, elektrische Impulse. Diese Antworten können jedoch sehr variabel sein. Auf den ersten Blick scheint dies einer präzisen neuronalen Signalübertragung entgegen zu stehen. Allerdings müssen sensorische Systeme Information verarbeiten und das "Rauschen" kann dabei eine wichtige Rolle spielen, da es die Synchronisation der Antworten vieler Neurone untereinander stark beeinflusst. Auf diese Weise könnte das Rauschen helfen, nur verhaltensrelevante Aspekte sensorischer Stimuli heraus zu filtern.

Ziel des Projektes ist, die Rolle des Rauschens bei der Signalverarbeitung in sensorischen Systemen zu untersuchen. Dazu werden vergleichende elektrophysiologische Experimente am aktiven und passiven elektrosensorischen System zweier Arten von Schwach-Elektrischen Fischen durchgeführt. Verhaltensbeobachtungen im Labor und im natürlichen Habitat ergeben wichtige Daten zur Statistik natürlicher Stimuli. Die gewonnenen Erkenntnisse werden einen wichtigen Beitrag zum Verständnis neuronaler Informationsverarbeitung auch im menschlichen Gehirn leisten.

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