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Science and Society Session

Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst
Science and Society Session, Bernstein Konferenz 2018, Berlin

Foto: 123RF

Unter dem Motto “Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst / On Display – An Artistic View on Computational Neuroscience“ wird sich erstmals ein Künstler Dem Forschungsfeld der Computational Neuroscience nähern. Sein Werk wird für die Dauer der Konferenz öffentlich frei zugänglich sein. Zusätzlich wird die Öffentlichkeit eingeladen bei einer Podiumsdiskussion im Laufe der Bernstein Konferenz mehr über den Künstler und sein Projekt zu erfahren.

In dem mehrstufigen Auswahlverfahren hat sich die international besetzte Expertenjury aus Wissenschaft und Kunst für Yutaka Makino, einem japanischen Künstler aus Berlin, entschieden. Makino ist ein interdisziplinärer Künstler in dessen Arbeiten sich Kunst, Musik, Philosophie, Architektur und nicht zuletzt Naturwissenschaft miteinander verweben. Dass die Entscheidung der Jury auf ihn gefallen ist, freut Makino sehr, denn sie gibt ihm die Möglichkeit „eng mit Forschern des Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience zusammen zu arbeiten.“

Projektidee

Makino möchte einen multi-sensorischen experimentellen Aufbau realisieren und sich in diesem Projekt ganz auf Wahrnehmung von Bewegung und räumliche Orientierung fokussieren. Dabei interessiert ihn vor allem der Einfluss des subjektiven Zeitempfindens. Es ändert sich, wenn Personen bei der Ausübung einer Bewegung eine mental anspruchsvolle Aufgabe erfüllen sollen. Für gewöhnlich nehmen sie dann die vergangene Zeit kürzer wahr als die real vergangene Zeit. Für Makino lohnt es sich an dieser Stelle mit künstlerisch-wissenschaftlichen Mitteln weiter zu forschen, um zu ergründen, wie sich diese veränderte Zeitwahrnehmung auf unsere räumliche Wahrnehmung und unsere Orientierung auswirkt. In einem Versuchsaufbau ohne stabile räumliche Orientierungspunkte, schafft die Fluidität der geplanten Installation eine instabile Umgebung für die Besucher und fordert so ständig deren Erfahrungswerte und Erinnerungsmuster heraus.

In den kommenden Monaten möchte Makino mit  Prof. Dr.  Thomas Brandt und Prof. Dr.-Ing. Stefan Glasauer, beide Wissenschaftler am Bernstein Zentrum Computational Neuroscience in München zusammenarbeiten: “Ich glaube, dass ich hier enorm von Brandts und Glasauers Forschung und Expertise im Bereich der Bewegungswahrnehmung und der räumlichen Orientierung profitieren kann. Zusammen mit diesen Forschern und ihren Teams, würde ich gerne in ein neues Forschungsthema vorstoßen, das sowohl im wissenschaftlichen wie auch im künstlerischen Kontext bedeutsam ist.“

Yutaka Makino

Yutaka-MakinoYutaka Makino wurde 1976 in Tochigi in Japan geboren. Er studierte Geowissenschaften, Computermusik und Bildende Kunst in Japan, den Niederlanden und den USA. Seit 2010 lebt und arbeitet er in Berlin. Makino erforscht Wahrnehmungsprozesse mittels experimenteller Setups basierend auf Forschung in Phänomenologie, experimenteller Psychologie, Psychoakustik, den Neurowissenschaften und der Systemtheorie. Seine Darbietungen und Installationen stellen akustisch und visuell konditionierte Erlebniswelten dar, die den Prozess der Wahrnehmung für die Besucher erfahrbar machen und sie dazu anregen über die eigene Wahrnehmung zu reflektieren.

Makinos künstlerische Arbeiten und Darbietungen waren in internationalen Kunstgallerien und Musikfestivals zu sehen. Als Beispiele sind hier folgende kurz genannt: Akademie der Künste Berlin, DAAD Galerie, Haus der Kulturen der Welt, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Donaueschinger Musiktage, MärzMusik, CTM Festival, Gaudeamus Muziekweek, Sonic Acts oder der Japan Society. Er wurde mit verschiedenen Preisen geehrt und hat Stipendien und Künstleraufenthalte erhalten, darunter sind der Prix Ton Bruynèl, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Villa Aurora Los Angeles, Universität der Künste Berlin, Senatskanzlei des regierenden Bürgermeisters von Berlin, Japanese Agency of Cultural Affairs und Pola Art Foundation.

Links

Links

http://www.yutakamakino.com

http://www.scheringstiftung.de/index.php

Förderung

Das Projekt wird von der Schering Stiftung und Bernstein Computational Neuroscience e.V. gefördert.

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